Frachtkantine erhält umweltfreundliche Solar-Klimaanlage
Sonne von der Südseite und heiße, dampfende Essen aus der Küche - bisher konnte es in der Frachtkantine im Sommer manchmal warm und schwül werden. Dank moderner Technik sorgt jetzt die Sonneneinstrahlung für ein angenehmes Klima. Das funktioniert so: Eine flüssige Salzlösung - Lithium-Chlorid - trocknet in der Klimaanlage die feucht-warme Außenluft, die für die Kantine angesaugt wird. Mit warmem Wasser, das in Solarkollektoren mit einer Gesamtfläche von 76 Quadratmetern auf dem Dach der Frachthalle erzeugt wird, trocknet man nun das feucht gewordene Salz wieder, damit es in dem Kreislauf erneut verwendet werden kann. In einem zweiten Schritt wird die jetzt trockene, aber immer noch warme Frischluft gekühlt: Verrieseltes kaltes Wasser senkt die Temperatur der verbrauchten, aus der Kantine abgesaugten Abluft - ein Wärmetauscher überträgt die Kälte wiederum auf die Frischluft. Die Frischluft kommt dadurch nicht mit dem Wasser in Berührung, bleibt trocken und hygienisch einwandfrei. Mit angenehmen 21 Grad wird sie in die Frachtkantine geleitet. Zusätzlicher Vorteil der Solar-Klimaanlage: Sie arbeitet nicht nur im Sommer. Wenn Kühlung nicht nötig ist, wird das warme Wasser aus den Sonnenkollektoren zur Erwärmung von Brauchwasser und zur Heizung verwendet. Der Umwelt werden so über den Zeitraum eines Jahres rund 25 Tonnen CO2 erspart, die bei konventioneller Klimatisierung anfallen würden.
Das Pilotprojekt in der Frachtkantine könnte am Flughafen München Schule machen. Nach Sammlung von Messdaten und Auswertung der Erfahrungen ist angedacht, vergleichbare Anlagen in anderen Gebäuden am Münchner Airport einzusetzen.
Quelle: Pressemeldung Flughafen München GmbH
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