Rückenwind für Solarstrom in Uganda
Der Präsident von Uganda, Yoweri Kaguta Museveni, empfing Vertreter fünf deutscher Solarunternehmen, um ihnen seine Unterstützung zu versichern. Museveni interessierte sich insbesondere für die deutsche Forderung nach gesetzlichen Qualitätsstandards. "You can use me as your preacher for solar!", ließ der Präsident seine Besucher wissen. Hintergrund ist eine deutsche Initiative zur Erschließung des ostafrikanischen Solarenergie-Marktes. Zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der GTZ und der Exportinitiative Erneuerbare Energien des BMWI führen die Unternehmen Centrosolar, Hoppecke, Phaesun, SMA Solar Technology und STECA gemeinsame Projekte mit ugandischen Solarunternehmen durch.
Die Zusammenarbeit wurde vom BSW-Solar initiiert und gemeinsam mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) umgesetzt. Die Finanzierung wird hälftig von den deutschen Firmen und dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) im Rahmen der Exportinitiative getragen. Die deutschen Partner coachen ihre ugandische Kollegen, damit diese größere Projekte umsetzen können. Eines davon ist die Solarstromversorgung von größeren Telekommunikationsanlagen. Ein anderes Projekt beinhaltet die Versorgung von Krankenstationen mit Solarstrom in netzfernen Gegenden. "Solarstrom ist für Länder wie Uganda eine interessante Technologie, weil sie unabhängig von Stromnetzen erzeugt werden kann. In diesem sonnenreichen Land verfügen nur fünf Prozent der ländlichen Bevölkerung über einen Stromanschluss. Die Basis-Stromversorgung eines Haushalts kann bereits mit nur einem Solarstrom-Modul sichergestellt werden", erklärt Carsten Körnig vom BSW-Solar.
Das ehrgeizige Ziel ist es, Uganda in die Lage zu versetzen seine Stromversorgung mit Hilfe von Solarenergie deutlich zu verbessern. Hierfür wurden ugandischen Unternehmen im August sowohl in technischen als auch betriebswirtschaftlichen Fragen der Projektentwicklung geschult. Deutsche Solarunternehmen trafen sich eine Woche lang mit 60 ugandische Solarfirmen, Banken und Elektrofirmen in der Ugandischen Hauptstadt Kampala. Die beteiligten deutschen Firmen stifteten der Technischen Fakultät der Makerere Universität zu diesem Zweck drei Solarsysteme, an denen die teilnehmenden Techniker trainieren konnten. Für die Manager gab es technologieübergreifende Trainings zu den Themen Marketing und Erstellung von Geschäftsplänen. Darüber hinaus bot das Zusammenkommen den Unternehmen Gelegenheit, Geschäftsverbindungen zu knüpfen. "Wir sind begeistert, von dem Potential und Enthusiasmus der ugandischen Solarunternehmen." berichtet Tobias Zwirner von Phaesun. "Für uns steht fest: Wir kommen wieder!" bestätigt Frank Heise von Centrosolar AG, der die deutsche Firmendelegation leitete. Dazu wird es in Kürze auch für weitere Unternehmen die Gelegenheit geben: Am 17. November können sich interessierte Unternehmen bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von GTZ und BSW-Solar in Berlin über den ostafrikanischen Solarmarkt informieren.
Quelle: Pressemeldung Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) e.V.
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