SCHOTT fordert politische Signale für Energiewende
Mit Blick auf den UN-Klimagipfel im polnischen Poznan fordert Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG, die Politiker zu gemeinschaftlichem Handeln auf: "Eine Lösung für die Energiefrage lässt sich nur Parteien- und Staatenübergreifend finden. Schwellenländer wie China, Indien, Südafrika oder Brasilien erwarten europäische Hilfe, damit sie ihre Klimaziele erreichen. Unsere Aufgabe sollte es sein, sie mit unseren ausgezeichneten Innovationen beim Aufbau von Solarkraftwerken zu unterstützen."
Ungeheuer spielt damit auf die Nominierung der SCHOTT AG für den Deutschen Zukunftspreis an, der am Vorabend von Bundespräsident Horst Köhler verliehen wurde. Die beiden Forscher Dr. Nikolaus Benz und Dr.-Ing. Thomas Kuckelkorn von der Konzerntochter SCHOTT Solar AG waren dafür vorgeschlagen. Sie haben einen neuartigen Receiver entwickelt, der die Effizienz von Solarkraftwerken mit Parabolrinnentechnologie um ein Vielfaches steigert. Ungeheuer: "Schon die Nominierung für diesen wohl bedeutendsten Innovationspreis in Deutschland kommt einer Auszeichnung gleich. Sie unterstreicht unsere funktionierende Innovationsstrategie, mit der wir das große technische Potenzial von Solarkraftwerken noch einmal ein großes Stück voranbringen. Nun ist es Sache der Politik, dass dieses technologische Potenzial sinnvoll zum Einsatz kommen kann."
Tatsächlich beschäftigt sich die Forschungsarbeit von SCHOTT mit einer der wichtigsten Zukunftsfragen der Menschheit: Wie lässt sich unser stetig steigender Energiebedarf decken, wo die fossilen Ressourcen doch zuneige gehen? Das größte Potenzial aller Energieformen bietet die Sonne, ist man bei SCHOTT überzeugt. "Ein 300 x 300 Kilometer großes Gebiet in der Sahara, bestückt mit heutiger Solartechnologie, würde den gesamten Energiebedarf der Welt decken", erläutert Projektsprecher Dr. Nikolaus Benz. Schon heute gibt es Solarkraftwerke in den USA, die ganze Städte mit Strom versorgen. Auch die Region um die südspanische Stadt Granada wird schon bald Elektrizität aus einem Solarkraftwerk mit Receivern von SCHOTT Solar beziehen. "Dank unserer neuen Solarreceiver wird es künftig möglich sein, Solarstrom sogar noch viel wirtschaftlicher zu produzieren. Das ist die Basis dafür, dass sich diese Technologie weltweit im großen Stil durchsetzen kann", so Benz, und ergänzt: "Wir Forscher von SCHOTT sorgen dafür, dass die Welt unabhängiger von umweltschädlichen fossilen Brennstoffen wird, und sichern gleichzeitig den Technologiestandort Deutschland."
Hoffnungsvoller Zukunftsmarkt
SCHOTT sieht noch einen weiteren Grund, warum Deutschland ein ureigenes Interesse daran haben sollte, Solarkraftwerke im Sonnengürtel der Erde zu etablieren: Der dort erzeugte saubere Strom ließe sich mittelfristig ohne wesentliche Verluste über Hochspannungs-Gleichstromleitungen nach Europa importieren, um den Energiebedarf hierzulande zu decken. Eine Ähnliche Empfehlung spricht auch eine Studie des Club of Rome aus. "Die Technologie ist bereits verfügbar, allein es fehlt der gemeinsame politische Wille", unterstreicht Ungeheuer seine Forderung.
Nicht zuletzt birgt das Engagement von SCHOTT und SCHOTT Solar auch enormes wirtschaftliches Potenzial. "Es wird immer deutlicher, dass wir mit unserem Engagement im Forschungsfeld Solar bereits im Jahr 2002 die Weichen richtig gestellt haben", so Ungeheuer.
"Unser Geschäftsfeld Concentrated Solar Power (CSP) mit der Produktion von Solarreceivern ist ein Wachstumsfeld, in das wir große Hoffnungen setzen", ergänzt Dr. Martin Heming, Vorstandsvorsitzender und CEO der SCHOTT Solar AG. Erst kürzlich hat die Solar-Tochter des SCHOTT Konzerns bedeutende Geschäftsabschlüsse im CSP-Segment bekannt gegeben und ihre führende Marktstellung weiter ausgebaut: Rund 80.000 Receiver wird SCHOTT Solar an einen spanischen Kunden für Projekte in Südeuropa liefern, hinzu kommen mehr als 65.000 Receiver für Solarkraftwerke im Nahen Osten und den USA. "Solche Anwendungsbeispiele helfen, das Potenzial der Solarenergie mehr und mehr in den Köpfen der Menschen zu verankern", resümiert Heming.
Quelle: Pressemeldung Schott Solar AG
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