Solar Millennium AG: Rainer Aringhoff wird Geschäftsführer der Industrieinitiative Dii

12.04.2010 | Erlangen
Langjähriger Solar Millennium Manager verstärkt Industrieinitiative zur Umsetzung des DESERTEC-Konzepts. Die Solar Millennium Gruppe gehört zu den dreizehn Gründungsmitgliedern der Dii. Designierter Nachfolger für Aringhoff ist James Caldwell, zuletzt Assistant General Manager des Wasser- und Energieversorgers von Los Angeles

Rainer Aringhoff, einer der langjährigen Manager der Solar Millennium Gruppe mit 25 Jahren Erfahrung in der solarthermischen Kraftwerks- und Projektentwicklung, verstärkt die Geschäftsführung der internationalen Industrieinitiative Dii GmbH, die im Juli 2009 als "Desertec Industrial Initiative" ins Leben gerufen wurde. Ziel der Dii ist die Umsetzung des DESERTEC-Konzepts in Europa, im Nahen Osten und in Nordafrika (EUMENA). Dieses Konzept beschreibt Perspektiven der Energieversorgung für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika mit Sonnen- und Windenergie aus den Wüsten. Als langfristiges Ziel wird angestrebt, einen erheblichen Anteil des Strombedarfs der Erzeugerländer und einen Anteil von rund 15 % des Strombedarfs von Europa im Jahr 2050 zu produzieren.

Aringhoff war bereits für Solar Millennium an der Projektentwicklung der ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas, der Andasol-Kraftwerke in Südspanien, beteiligt. Der studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaftler verfügt über umfassende internationale Erfahrung als Berater und Projektentwickler im europäischen und außereuropäischen Ausland, u.a. in Griechenland, Jordanien, Marokko und Spanien sowie für Energiemasterplanungen für das brasilianische Energieministerium und die lateinamerikanische Energieagentur. Aringhoff gilt als einer der profundesten Kenner des Marktes solarthermischer Kraftwerke.

Aringhoff engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung solarthermischer Kraftwerke und die internationale Zusammenarbeit bei der Marktentwicklung dieser Technologie. Er war bereits 1993 Mitinitiator der Solarinitiative von Weltbank und GEF (Global Environment Facility), die jeweils 50 Mio. US-Dollar für die ersten solarthermischen Kraftwerksprojekte in Schwellenländern zur Verfügung stellte, so für Parabolrinnen-Solarfelder in Ägypten und Marokko. Er war ferner Mitbegründer und europäischer Sprecher der Weltmarktinitiative für solarthermische Kraftwerke GMI (Global Market Initiative), die von der UNEP, der GEF, dem Bundesumweltministerium und der KfW-Entwicklungsbank sowie acht Energieministern der Mittelmeeranrainerstaaten unterstützt wurde. Desweiteren war Aringhoff bis 2006 Generalsekretär des Europäischen Solarthermie-Industrieverbands ESTIA, ein Vorläuferverband der heutigen ESTELA, und seit September 2007 Sprecher der kalifornischen Solarindustrie in der RETI (Renewable Energy Transmission Initiative) der kalifornischen Energiekommission.

Aringhoff leitete zuletzt gemeinsam mit Josef Eichhammer, Präsident und COO der Solar Trust of America LLC und CEO der Solar Millennium LLC, die Projektentwicklung in den USA für die Solar Millennium Gruppe. Als Nachfolger für Aringhoff in der Geschäftsführung der Solar Millennium LLC ist James Caldwell designiert. Caldwell gilt als anerkannter Experte der amerikanischen Energiewirtschaft und verfügt über Erfahrungen in nahezu allen Bereichen der Energieproduktion und -politik. Bis vor kurzem war er Assistant General Manager der Stadtwerke von Los Angeles (Los Angeles Department of Water and Power), dem größten kommunalem Wasser- und Energieversorger des Landes. Dort war Caldwell für die Umweltangelegenheiten des Unternehmens zuständig. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Entwicklung von Plänen und Richtlinien für die Umstellung der Energieversorgung von Los Angeles von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien. Zuvor war Caldwell in leitenden Funktionen in der amerikanischen Solar- und Windindustrie, bei einem Erneuerbare-Energien-Verband und im Umfeld der Energieindustrie tätig.

Auf dem Bild: Vorstellung einer globalen Markteinführungsinitiative (GMI) für solarthermische Kraftwerke auf einer Konferenz im April 2004 in Sana'a (Jemen). Von rechts : Rainer Aringhoff (Solar Millennium AG), Prof. Dr. Klaus Töpfer (damals Direktor der UNEP), Simone Probst (damals Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium), Abdul Rahman Tarmoon (Jemenitischer Elektrizitätsminister) und Jürgen Trittin (damals Bundesumweltminister).

Dr. Henner Gladen, Vorstand und Gründungsmitglied der Solar Millennium AG: "Mit James Caldwell haben wir einen profunden Kenner der amerikanischen Energiewirtschaft gefunden. Zugleich gewinnt die Dii mit Rainer Aringhoff einen profilierten Experten solarthermischer Kraftwerke mit diplomatischem Geschick und internationaler Erfahrung. Ich freue mich, dass er diese Herausforderung und spannende Aufgabe übernommen hat. Als eines der Gründungsmitglieder der Dii wird die Solar Millennium Gruppe Rainer Aringhoff auch in seiner neuen Aufgabe stets unterstützen. Desertec ist ein wichtiges Konzept für die Zukunft unserer Energieversorgung, das wir bereits seit Jahren unterstützen. Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam mit internationalen Partnern die Umsetzung intensiv vorantreiben können."

CEO der Dii GmbH ist Paul van Son. Als Chief Operating Officer (COO) wird Aringhoff insbesondere die konzeptionelle Vorbereitung und Planung von Referenzprojekten verantworten. In strategischen, politikbezogenen Fragen wird die Industrieinitiative außerdem von Prof. Klaus Töpfer beraten. Als Kernziele der Dii sollen technische, ökonomische, politische und regulative Rahmenbedingungen entwickelt werden, durch die Investitionen in Sonnen- und Windenergieprojekte und miteinander verbundende Stromnetze ermöglicht werden. Außerdem sollen Referenzprojekte zur Demonstration der Machbarkeit des Konzepts geplant und ein langfristiger Umsetzungsplan entwickelt werden, der bis zum Jahr 2050 reicht und Investitions- und Finanzierungsempfehlungen enthält. Dabei ist eine intensive Zusammenarbeit mit anderen politischen, institutionellen oder industriellen Initiativen geplant, die ähnliche Ziele verfolgen, so zum Beispiel der Mittelmeer-Solarplan (MSP) der Europäischen Union oder der Clean Technology Fund (CTF) der Weltbank.

Quelle: Pressemeldung Solar Millennium AG

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