Solar Millennium bestätigt Jahresüberschuss von € 6,2 Millionen bei einem Umsatz von € 32,0 Millionen für das Geschäftsjahr 2007/2008
Das Unternehmen erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2008 einen Konzern-Umsatz nach IFRS von € 32,0 Millionen und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau von € 31,1 Millionen. Der Jahresüberschuss betrug € 6,2 Millionen. Er verringerte sich aufgrund der zeitlichen Verschiebung von Anteilsverkäufen um knapp die Hälfte gegenüber dem Vorjahr (€ 11,9 Millionen) und blieb damit unter dem Plan, der ein Ergebnis von € 18 Millionen bei einem Umsatz von € 80 Millionen vorsah. Die Differenz gegenüber dem prognostizierten Ergebnis, hervorgerufen durch die in das laufende Geschäftsjahr verschobenen Anteilsverkäufe an Kraftwerks- bzw. Projektgesellschaften, wird in der laufenden Berichtsperiode 2008/2009 gesondert ausgewiesen. Der Vorstand bestätigt für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 seine Planung auf Konzernebene mit einem EBIT von € 30 Millionen plus einen Sondereffekt von ca. € 12 Millionen und einen Umsatz von € 150 Millionen plus einen Sondereffekt von ca. € 48 Millionen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) im abgelaufenen Geschäftsjahr lag mit € 11,3 Millionen folglich ebenfalls unter dem EBIT des Vorjahres (€ 16,4 Millionen). Das Ergebnis je Aktie beträgt € 0,53 (€ 1,20 in 2006/2007). Zum Bilanzstichtag (31.10.) erhöhten sich sowohl die liquiden Mittel von € 87,3 Millionen im Vorjahr auf € 125,1 Millionen als auch die Eigenkapitalquote von 27 auf 38 Prozent deutlich. Die Mitarbeiterzahl stieg zum Bilanzstichtag um über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 150 Vollzeitkräfte.
Solar Millennium erzielte den Großteil der Umsatzerlöse in den operativen Geschäftsfeldern Projektentwicklung und Technologie. Maßgeblich hierfür waren Aufträge für die Projekte der solarthermischen Kraftwerke Andasol 1, 2 und 3 in Spanien sowie das Solarfeld des ägyptischen Hybridkraftwerks in Kuraymat. Gegenstand der Planung waren außerdem Anteilsverkäufe an Kraftwerks- bzw. Projektgesellschaften der Andasol-Kraftwerke in Südspanien, die unter anderem wegen noch ausstehender Gremienzustimmungen nicht mehr bis Ende der Berichtsperiode realisiert werden konnten. Die ausstehenden Anteilsverkäufe verschieben sich daher in die laufende Berichtsperiode. Anteilsverkäufe an von Solar Millennium entwickelten Kraftwerksprojekten sind Bestandteil des Geschäftsmodells und haben in den Vorjahren wesentlich zum Erreichen der geplanten Umsätze und Jahresüberschüsse beigetragen. Auch im laufenden Geschäftsjahr sind diese Gegenstand der Planung.
So strebt Solar Millennium durch den Direkteinstieg von Großinvestoren eine bankenunabhängige Projektfinanzierung als eine weitere Option neben der bislang gewählten Bankenfinanzierung und der im letzten Jahr vorbereiteten Möglichkeit zur Veräußerung von Kraftwerksprojektanteilen an Fonds an. Für die Projekte Andasol 3 und Ibersol werden seit Längerem erfolgreich Verhandlungen mit Großinvestoren geführt. So rechnet der Vorstand für das Projekt Andasol 3 innerhalb der nächsten Wochen mit einem Abschluss. Das zu seinen Schwesterprojekten Andasol 1 und 2 im Wesentlichen baugleiche Solarkraftwerk soll bis Anfang 2011 fertig gestellt sein. Der Einstieg eines Großinvestors in das Projekt Ibersol und der anschließende Baubeginn werden bis Mitte 2009 erwartet. Außerdem soll nun der vom Vorjahr verschobene Verkauf von Anteilen an den Solarkraftwerken Andasol 1 und 2 realisiert werden. Dieser Anteilsverkauf wird innerhalb der nächsten Wochen stattfinden.
Darüber hinaus plant der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr Einnahmen aus mehreren Aufträgen für Engineering und Anlagenbau in den Tochtergesellschaften Flagsol und MAN Solar Millennium. Dies betrifft das Solarfeld des Kraftwerks Kuraymat in Ägypten, die Andasol-Projekte, insbesondere die Fortführung der Bauarbeiten an Andasol 3, und den Baubeginn von Ibersol in Spanien sowie den Bau eines Fremdprojekts. Schließlich wird mit dem frühen Einstieg von Investoren in ein bis zwei Projekte in den USA gerechnet.
Der Vorstandsvorsitzende von Solar Millennium, Christian Beltle, plant für die nächsten Wochen zahlreiche positive Nachrichten: "Aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen erwarte ich den Abschluss mehrerer Verträge. So werden wir die aus dem Vorjahr verschobenen Verkäufe von Kraftwerksanteilen zeitnah nachholen. Auch für Andasol 3, wo wir unsere Projektfinanzierung den veränderten Rahmenbedingungen des Finanzmarktes erfolgreich angepasst haben, erwarte ich in Kürze den Abschluss, um dann auch unser viertes Kraftwerksprojekt in Spanien, Ibersol, im Sommer beginnen zu können. Die Nachfrage nach solarthermischen Kraftwerken steigt weltweit. Der nächste große Markt sind die USA. Aufgrund der Infrastrukturförderung von Barack Obama werden wir dort die Umsetzung von Kraftwerken aus unserer gut gefüllten Projektpipeline forcieren."
Thomas Mayer, Finanzvorstand der Solar Millennium, ergänzt: "Wir verfolgen unseren Wachstumsprozess stringent weiter. Bei der Finanzierung unserer Solarkraftwerke mit Investitionsvolumina von mehreren hundert Millionen bis zu einer Milliarde Euro stehen uns verschiedene Optionen zur Verfügung: Neben der bankengestützten Projektfinanzierung ist die direkte Beteiligung von Großinvestoren mit Eigenkapital und die Platzierung von Fonds möglich. Außerdem können 2010 bei Baubeginn von Solarkraftwerken in den USA bis zu 30 Prozent des Kraftwerks aus US-Bundesmitteln finanziert werden. Um den mit der Projektentwicklung und -finanzierung verbundenen, vorübergehend erhöhten Kapitalbedarf zu decken, werden wir weiterhin auch Unternehmensanleihen begeben." Zu den verschobenen Verkäufen an Kraftwerksprojekten erläutert Mayer: "Wir werden die fehlenden Gewinne und Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres als zusätzlichen Effekt neben den Zielen des laufenden Geschäftsjahres gesondert ausweisen, um transparent zu machen, dass sich hier ein Geschäftsereignis in die neue Berichtsperiode verschoben hat."
Quelle: Pressemeldung Solar Millennium AG
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