Umweltministerin Conrad: scharfe Kritik an Gewerbesteuerzerlegung bei Solaranlagen
Der rheinland-pfälzische Antrag für eine Neuregelung im Gewerbesteuergesetz, nach der die Gewerbesteuer aus dem Betrieb von Freiflächen-Solaranlagen auch denjenigen Kommunen zukommen soll, in denen sich diese Anlagen befinden, ist damit gescheitert. Dem Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde damit ohne eine Regelung zur Gewerbesteuerzerlegung bei Solaranlagen zugestimmt.
Umweltministerin Margit Conrad kritisierte den Entschluss des Bundesrates scharf: "Die unionsgeführten Länder haben mit ihrer Ablehnung des Änderungsantrages einmal mehr gezeigt, dass sie an einer gerechten Aufteilung der anfallenden Gewerbesteuer zu Gunsten planender und investierender Kommunen nicht ernsthaft interessiert sind. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Kommunen, die Freiflächen für Photovoltaikanlagen ausweisen, gegenüber Kommunen, die Flächen für Windkraftanlagen ausweisen, bei der Gewerbesteuer benachteiligt werden."
Der rheinland-pfälzische Bundesratsantrag hatte vorgesehen, dass über eine Änderung des Gewerbesteuergesetzes die Gewerbesteuer insbesondere den Kommunen zu Gute kommt, in denen sich Freiflächen-Solaranlagen befinden. Bei Photovoltaikanlagen in der Fläche profitieren derzeit von der Gewerbesteuer vor allem die Gemeinden der Unternehmenssitze. Ziel der Landesregierung ist es, die anfallende Gewerbesteuer zwischen Betreiber- und Standortgemeinden von Solarbetrieben gerecht aufzuteilen. Der Bundesrat war am 12. Februar diesen Jahres in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf dem rheinland-pfälzischen Anliegen gefolgt.
Eine stärkere Beteiligung der Standortgemeinden der Solarparks am Gewerbesteueraufkommen hätte den Kommunen einen wichtigen Impuls gegeben, Standorte für Flächen für diese regenerative Energie mit dem größten Zukunftspotenzial auszuweisen, so die Ministerin. Conrad: "Aus umweltpolitischen Gründen ist es geboten, auch die Standortgemeinden der Freiflächen-Anlagen zur Nutzung der solaren Strahlungsenergie in angemessener Weise am Gewerbesteueraufkommen der Unternehmen zu beteiligen."
Die bestehende Regelung für Windkraftanlagen solle daher auch bei Solarparks Anwendung finden. Bei Windkraftanlagen fließt derzeit ein Anteil von 70 Prozent an der Gewerbesteuer an die Standortkommune der Anlagen. 30 Prozent des Geldes geht an diejenigen Kommunen, wo sich Sitz und Arbeitsplätze des Anlagenbetreibers befinden.
Quelle: Pressemeldung MINISTERIUM FÜR UMWELT, FORSTEN UND VERBRAUCHERSCHUTZ
Dieser Beitrag wurde bisher 280 mal gelesen.
(Rang 3 auf solarenergie-news.de)
Weitere News
Der Bundesregierung fehlt ein Szenario, das am Atomausstieg festhält
01.09.2010 | "Mit diesem Gutachten kann die Bundesregierung die Debatte um Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken nicht...
weiter in Der Bundesregierung fehlt ein ...ELV senkt Preise für HomeMatic-Hausautomation um bis zu 60 Prozent
28.07.2010 | Das Elektronikversandhaus ELV (www.elv.de) hat die Preise des Hausautomationssystems HomeMatic stark...
weiter in ELV senkt Preise für ...M+W Group errichtet Photovoltaik-Großkraftwerk in Mittelitalien
20.07.2010 | Der internationale Anlagenbauer M+W Group (bis 2009: M+W Zander) hat einen Auftrag für Planung und Bau eines...
weiter in M+W Group errichtet ...Sonnen- oder Schattenseite?
05.07.2010 | Neuer Service der Stadt Mainz: Solarkataster informiert, ob ein Dach für die Strom- bzw. Wärmeerzeugung durch...
weiter in Sonnen- oder Schattenseite? ...Solar Millennium AG: Branchenexperten zeichnen HelioTrough-Kollektor mit Innovationspreis aus
01.07.2010 | Mehrheit der 650 Teilnehmer der CSP-Today Konferenz in San Francisco wählen den HelioTrough zum Sieger in der...
weiter in Solar Millennium AG: ...Aktuelles
Solar Millennium AG begibt neue Unternehmensanleihe
6,5% p.a. Festzins bei einer Laufzeit von 5 Jahren...
weiter ...Grüner Strom für Modulproduktion von First Solar
Seit Ende Juni 2010 produzieren Photovoltaikmodule auf dem...
weiter ...Neuigkeiten
Solar Millennium AG: US Kraftwerksstandort Blythe erhält Empfehlung für eine Baugenehmigung
Die Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406) hat im...
weiter ...Bürger nehmen Energieversorgung selbst in die Hand
ZDF-"Länderspiegel" berichtet über Initiativen ganzer...
weiter ...Weitere Themen
Studie belegt: Zunehmend hohe Gewinne durch dezentrale und erneuerbaren Energien für Kommunen
Zur Studie des Instituts für ökologische...
weiter ...Phoenix Solar AG baut 3,5- Megawatt- Solarpark in Italien
Die Phoenix Solar AG, Sulzemoos (ISIN DE000A0BVU93), ein im...
weiter ...Archiv
Der Bundesregierung fehlt ein Szenario, das am Atomausstieg festhält
"Mit diesem Gutachten kann die Bundesregierung die Debatte...
weiter ...ELV senkt Preise für HomeMatic- Hausautomation um bis zu 60 Prozent
Das Elektronikversandhaus ELV (www.elv.de) hat die Preise...
weiter ...Verschiedenes
Dagmar Wöhrl warnt vor Folgen der Ausbreitung von Wüsten
Die Vorsitzende des Entwicklungsausschusses des Bundestages,...
weiter ...Solar Millennium AG: Stromabnahme- Verträge für zwei 242 Megawatt Kraftwerke
Die Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406) hat eine weitere...
weiter ...

