Wer jetzt die Laufzeitverlängerung fordert, stellt morgen den Ausbau Erneuerbarer Energien in Frage
Allein die Solarwirtschaft hat im Vertrauen auf diesen Ausstiegsbeschluss in den letzten Jahren knapp zehn Milliarden Euro in den Bau modernster Solarfabriken und in Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland investiert und beabsichtigt Investitionen in gleicher Größenordnung in den nächsten Jahren.
"Für den erforderlichen Umbau unseres Energieversorgungssystems auf die dezentrale Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien brauchen wir keine Verlängerung der Kernenergie-Laufzeiten", sagte Günther Cramer, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft. "Eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke würde vielmehr die Entwicklung der erneuerbaren Energien verzögern und Deutschlands Vorreiterrolle gefährden. Was wir stattdessen brauchen, sind schnelle regelbare Kraftwerke, die eine Integration der Erneuerbaren Energien unterstützen."
In Deutschland wird der Preis für klimafreundlichen Solarstrom nach aktuellen Erwartungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft bereits in drei Jahren das Preisniveau der Haushaltsstromtarife erreichen und sich absehbar zu einer der günstigsten Stromquellen entwickeln. Solarstrom hat nicht nur vor dem Hintergrund von Klima- und Ressourcenschutz einen festen Platz im zukünftigen Energiemix, sondern auch, weil er zum überwiegenden Teil räumlich und zeitlich verbrauchsnah erzeugt werden kann, die Lastspitzen zur Mittagszeit ausgleicht und die Übertragungsnetze entlastet.
Cramer: "Die Solarenergie wird schon bald einen signifikanten Anteil der Energieversorgung übernehmen. Wenn jetzt in Deutschland die energiepolitischen Rahmenbedingungen grundsätzlich verändert und die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängert werden, zementiert dies die Struktur der jetzigen Energieversorgung und entzieht den Unternehmen der Erneuerbaren Energien ihre Investitionsgrundlage".
Quelle: Pressemeldung Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) e.V.
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