Zum Tode von Dr. Hermann Scheer
Ohne das langjährige Engagement und Wirken von Dr. Hermann Scheer wäre die ökologische Energiewende, wie sie heute in vollem Gange ist, nicht möglich gewesen. In den neunziger Jahren, zu einer Zeit, in der "grüne Energie" noch belächelt und als Utopie abgetan wurde, begann Scheer seine unermüdliche Überzeugungsarbeit, auch für den Ausbau der Solarenergie. Der Zeit war er damit weit voraus. Seine Thesen vertrat Scheer in zahlreichen Veröffentlichungen - darunter sein viel beachtetes Buch "Energieautonomie" aus dem Jahre 2005. Noch wenige Tage vor seinem Tod erschien mit "Der energet(h)ische Imperativ" ein Buch aus seiner Feder.
Scheer verstand es als Politiker wie als Intellektueller, Menschen zu überzeugen und zu ermutigen. Seine Gedanken formulierte er dabei stets positiv: Wir können eine Welt ohne Kohle- und Atomstrom schaffe, die Versorgung mit erneuerbaren Energien ist möglich - das waren schon frühzeitig seine wichtigsten Botschaften.
Nun wird Dr. Hermann Scheer den Umstieg auf eine überwiegend auf regenerativen Quellen basierende Energieversorgung leider nicht mehr erleben. Umso größer ist unser Ansporn, weiter intensiv an diesem Ziel zu arbeiten. Ein beachtliches Stück des Weges haben wir gemeinsam mit Dr. Hermann Scheer zurücklegen dürfen. Die weitere Strecke müssen wir nun ohne ihn gehen. Ohne seine Person, aber gewiss in steter Gegenwart der Erinnerung an ihn und die durch ihn formulierten Wahrheiten.
"Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts." Dieses Zitat des Wissenschaftlers Albert Einstein gibt Dr. Hermann Scheer als einen seiner Leitsätze an. Und in der Tat: Die großen Ideen Scheers erschienen manchen Menschen anfänglich absurd. Heute wissen wir, dass sie wegweisend waren.
Quelle: Pressemeldung Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) e.V.
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