Das in Saerbeck installierte Solarsystem umfasst 1.442 Module auf 2.815 Quadratmetern und erreicht eine Spitzenleistung von 630 kWp. Es liefert jährlich mehr als 600.000 Kilowattstunden Ökostrom, der zur Deckung von rund 50 Prozent des Enapter-Eigenverbrauchs eingesetzt wird. Gleichzeitig spart das Unternehmen auf diese Weise etwa 425 Tonnen CO? pro Jahr ein. Damit erhöht sich die Energieautarkie, während die grüne Wasserstoffforschung über AEM-Elektrolyse effizient und kostensparend unterstützt wird und Zukunftschancen erweitert.
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Neuer Standort Saerbeck stärkt grüne Wasserstoffforschung durch erneuerbare Energien

Als witterungsgeschützte Tragkonstruktion für die Wechselrichter (Foto: Simone Reukauf. Köster Energie)
Die neue Niederlassung der Enapter AG im Bioenergiepark Saerbeck verbindet Forschung und Nachhaltigkeit. Der Energiebedarf wird zu 100 Prozent durch Wind-, Solar- und Biogasstrom gedeckt. Die eingesetzte AEM-Elektrolyse generiert bei 35 bar Wasserstoff mit 99,9 Prozent Reinheit ausschließlich aus Wasser und grünem Strom. Damit vermeidet das Unternehmen jährlich erhebliche CO?-Emissionen und setzt Maßstäbe in der Entwicklung effizienter und umweltfreundlicher Energietechnologien für Industrie und Mobilität. Es stärkt Innovationskraft und regionale Wertschöpfung.
Köster Energie installiert 1.442 Solarmodule für autarke Energieversorgung Enapter
Im Bioenergiepark Saerbeck installierte Enapter Anfang 2025 gemeinsam mit Köster Energie 1.442 Solarpaneele auf 2.815 Quadratmetern Dachfläche. Mit einer Spitzenleistung von 630 kWp generiert die Anlage jährlich über 600.000 kWh regenerativen Strom. Damit werden rund 50 Prozent des internen Verbrauchs gedeckt und zugleich die Umweltbilanz verbessert. Die selbst erzeugte Energie unterstützt stabile Betriebsabläufe, entlastet das Stromnetz und fördert kosteneffiziente Forschung an grüner Wasserstofftechnologie. Sie dient als Modellprojekt für nachhaltige Industrieanwendungen.
Mit PV-Strom ersetzt Enapter Netzenergie, senkt 425 Tonnen CO?
Durch die Eigenstromversorgung mit PV-Anlagen spart Enapter pro Jahr etwa 425 Tonnen CO? und reduziert Energiekosten signifikant. Montage der Wechselrichter in modularen PV-Sheltern auf dem Dach eliminiert lange, verlustbehaftete Gleichstromleitungen. Ein einziges Wechselstromkabel führt die gesamte Energie gebündelt zum Powerhouse. Diese vereinfachte Infrastruktur ermöglicht schnellere Inbetriebnahme, senkt Investitions- und Betriebsaufwand und trägt damit zur Amortisation der Anlage bereits innerhalb weniger Jahre bei. Zudem erhöht diese Lösung die Skalierbarkeit und Systemflexibilität.
Nach vier Jahren amortisiert sich PV-Anlage und optimiert Kostenstruktur

Die Solarkabel wurden UV-geschützt in metallischen Kanälen verlegt. (Foto: Simone Reukauf)
Nachdem Mitte 2025 der Betrieb der Solaranlage begonnen hat, ist erwartbar, dass sich die getätigte Investition innerhalb von vier Jahren rentiert. Die konsequente Reduktion der Energiekosten verbessert die CO?-Bilanz und schafft zusätzliche finanzielle Spielräume. Diese Mittel können unmittelbar in die Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien fließen und tragen dazu bei, Innovationen schneller umzusetzen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von externen Stromlieferanten, was die Versorgungssicherheit nachhaltig stärkt. Das Projekt setzt so neue Maßstäbe für ökonomisch tragfähige Energiewende-Konzepte.
Enapter und Köster planen Speicherlösung für Abschaltungen bis 2026
Um die Resilienz der Energieversorgung im Bioenergiepark zu erhöhen, errichtet Enapter in Kooperation mit Köster Energie bis 2026 ein Batteriespeichercluster. Überschüssige Energie, die über die Dach-PV-Anlage erzeugt wird, wird gespeichert und ermöglicht bei Netzausfällen einen autarken Betrieb. Dieselbasierte Notstromaggregate werden dadurch überflüssig, was zu einer emissionsfreien und kosteneffizienten Alternative führt. Die intelligente Energiemanagementsoftware optimiert Lade- und Entladezyklen. Das Vorhaben setzt einen Meilenstein für nachhaltige, autarke Forschungseinrichtungen. Flexibel, sicher, erweiterbar, robust.
Erweiterte PV-Flächen und Speicherkapazität sollen E-Autos am Standort versorgen
Im Rahmen des technischen Ausbaus plant Köster Energie, die vorhandenen Dachflächen des Enapter-Geländes mit Photovoltaiksystemen auszustatten und in Kombination mit modularen Batteriespeichern zu betreiben. Diese Anlage optimiert das Energiemanagement, indem Überschussstrom zwischengespeichert und bedarfsgerecht abgerufen wird. Für Mitarbeiter und Mieter wird eine dedizierte E-Ladestation errichtet, wodurch der produzierte Solarstrom direkt für emissionsfreie Mobilität genutzt und Betriebskosten nachhaltig reduziert werden. Es unterstützt regionale Wertschöpfung und stärkt signifikant langfristig Energieautonomie. Unternehmensstrategien effektiv.
Moderne klimafreundliche Energieintegration ermöglicht kosteneffiziente, ausfallsichere Wasserstoffforschung und Innovation
Durch die Kombination von AEM-Elektrolyse mit einer großflächigen PV-Dachanlage und intelligenten Speichersystemen entwickelt Enapter eine eigenständige grüner Wasserstoff- und Stromversorgung. Überschüssiger Solarstrom wird zwischengespeichert und kann zur E-Mobilität oder als Backup genutzt werden, wodurch Dieselaggregate ersetzt werden. Planungen sehen eine eigene Ladeinfrastruktur für Mitarbeiter und Mieter vor. Diese ganzheitliche Strategie erhöht Betriebssicherheit, senkt Energiekosten und fördert die Einführung nachhaltiger Technologien in regionalen Industrieprozessen. Zusätzlich sinkt der CO?-Ausstoß pro erzeugten Kilogramm.

